23. August bis 28. Dezember 2020


Sonderausstellung

"Künstler Kurt Dittmann - Lebenswerk eines Lehrers"

 

 

Schon als Kind hatte er den Spitznamen „Der Maler“ weg, und dieser wurde für ihn zum Programm. Die Rede ist von Kurt Dittmann (1906-1975), der als engagierter Kunstpädagoge am Artland-Gymnasium und als facettenreicher Kunstmaler und Grafiker mehr als drei Jahrzehnte das Kunst- und Kulturleben der Stadt maßgeblich mitgeprägt hat.

 

Das Archiv des Stadtmuseums verwahrt seit vielen Jahren den größten Teil des vielfältigen künstlerischen Erbes Kurt Dittmanns, der eine umfassende Schaffenskraft an den Tag gelegt hatte. „Er muss Tag und Nacht gearbeitet haben, und den Skizzenblock hatte er sowieso immer dabei“, so ist immer wieder von seinen Angehörigen, ehemaligen Schülern und Freunden zu hören. Dabei lag seine produktivste Phase in den 1960-er Jahren.

 

Kurt Dittmann war ein Künstler, der nicht gerne von sich reden machte, obwohl seine Werke sich schon zu seinen Lebzeiten großer Beliebtheit in Quakenbrück und weit darüber hinaus erfreuten. Hat auch das Gros seiner Werke, das von Zeichnungen über Ölbilder und Aquarelle bis zu Collagen in vielfältigen Techniken und Fotokunst reicht, nichts mit Abstraktion zu tun, zeigte er doch in seinen Werken immer wieder den Trend zur Moderne bis eben hin zur Abstraktion, ohne dabei ganz die Bezüge zur Gegenständlichkeit aufzugeben. Dabei verbanden sich Expressionismus und Surrealismus.

 

Als Lehrer wie als Künstler engagierte sich Dittmann für die Belebung der regionalen Kulturszene und begeisterte seine Schüler für moderne Kunst. Seine Bilder sind Beispiele der Kunstpädagogik des 20. Jahrhunderts, aber zum Teil auch Zeitdokumente einer bewegten Epoche. Auch betätigte er sich schriftstellerisch („Das Mädchen vom Edersee“), war als Fotograf unterwegs und leitete den Quakenbrücker Filmclub. Bekannt geworden ist schließlich auch sein Einsatz für die Quakenbrücker Baudenkmäler.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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