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Das ursprüngliche Sammlungskonzept seit 1977 lautete

Stadtgeschichte – Handel – Handwerk ,

zunächst unterteilt in Einzelthemen, geordnet nach Vorhandenem und Erreichbarem.

Es wurde immer wieder berichtigt und ergänzt. 

Ziel der Sammlungstätigkeit im Hinblick auf Stadtgeschichte sollte es sein, die Gründung und Lage des Stadt gerade an dieser Stelle im ehemals undurchdringlichen Hase-Binnendelta der einheimischen Bevölkerung und den zahlreichen Touristen zu erschließen.

Da Quakenbrück die Stadt mit dem größten Bestand an Fachwerkhäusern im Weser-Ems-Raum ist, spielte die Darstellung der Baukultur eine besondere Rolle – von den ersten historischen Abbildungen bis zu den bautechnischen Einblicken in die Zimmermannswerkstatt. Es wurde besonderer Wert gelegt auf Originalteile aus abgerissenen Bauten, die in ihrem ursprünglichen Zusammenhang dargestellt sind.

Das Leben der Menschen in dieser Stadt und die heutigen sozialen Zusammenhänge – die Trennung in Konfessionen, die Ursprünge von Vereinen – einfach die Ursprünge der heutigen sozialen und gesellschaftlichen Ordnungen und Zusammenhänge. Dabei ist die Grenzlage der Stadt, die ja als Grenzfestung gegründet wurde, besonders wichtig. Man soll erkennen, warum heute für Quakenbrück " i.H." die Nachbargemeinden Essen "i.O". und Dinklage "i.O." immer noch ein wenig Ausland sind.

Wichtiges Thema sind auch die militärischen Einrichtungen bis hin zum "Fliegerhorst" im 2. Weltkrieg, heute noch sozialer Brennpunkt der Stadt. 

Das Sammelgebiet Handel soll deutlich machen, wie und warum bestimmte Verkehrswege entstanden und verschwunden sind, wie in Quakenbrück in früheren Zeiten Geld verdient wurde und wo die Wurzeln der heutigen Betriebe sind. Hier spielt auch das Schulwesen eine Rolle – warum entstand im relativ  kleinen Quakenbrück schon früh eine "Handelslehranstalt" und eine "Ackerbauschule"?  Dazu kommt die Funktion des Zentrums für die reiche Bauernregion "Artland", dem heutigen Sitz der Samtgemeinde Artland – die Historie der Verbindung zum ländlichen Raum, die bis heute in den Märkten fortwirkt. Man soll erkennen, was Unternehmen bewogen hat, in Quakenbrück ihren Sitz zu nehmen und auch die Umstände, weshalb sie wieder gegangen sind. 

Das Sammelgebiet Handwerk verdankt seine Qualität der Tatsache, dass schon vor Museumsgründung einige Werkstätten (Drechsler, Klempner) komplett übernommen werden konnten. So gab es die Möglichkeit, die handwerkliche Herstellung von Produkten nachzuvollziehen und an einigen Stellen sogar selbst tätig zu werden. 

Besonders das Sammelgebiet Handwerk bot und bietet Gelegenheit, Schüler in das Museum einzubeziehen, ihnen zu der komplexen Theorie Praxis zu vermitteln und ihnen zu helfen, sich mit ihrem Wohnort und seinen Gegebenheiten und Möglichkeiten zu identifizieren. 

Um diese Ziele zu erreichen, wurde eine Sammlung nach der folgenden Auflistung angelegt.

Vieles lagert in den Magazinen, wurde aber immer im Hinblick darauf gesammelt, dass sich die räumliche Situation des Museums verbessert, dass Ausstellungen oft punktuell einen tieferen Einblick in ein besonderes oder gerade aktuelles Sachgebiet vermitteln können, dass interessante Dubletten an andere Museen abgegeben  werden oder auch einmal Erlöse aus Verkäufen Spielraum für gezielte Ankäufe schaffen. Es kommt auch vor, dass aus den in größeren Zusammenhängen übernommenen Konvoluten Teile entsorgt wurden, das geschieht ebenso mit weniger gut erhaltenen Objekten, die durch Besseres und Typischeres ersetzt werden können. 

 

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