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Kurt Dittmann
Generalversammlung
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Der markante Inschriftbalken des
einstigen Vetteschen Wohnhauses in der Goldstraße fand jetzt den Weg ins
Stadtmuseum, wo ihn die Museumsmitarbeiter Günter Hermann, Mike Drewing (im
Bild) und Jürgen Wielage im Eingangsflur angebracht haben. Gut zu erkennen ist
links das Artländer Drachenornament. Quakenbrück ist reich an historischen Kaufmannshäusern.
Geziert mit Windfahnen, Spruchbalken und Verzierungen, geben sie ein Spiegelbild
der blühenden Handels- und Hansestadt. Nach Jahrzehnten der
„Zwischenlagerung“ hat jetzt ein besonders markantes Exemplar eines
Inschriftbalkens aus der Goldstraße mit dem Motiv des Artländer Drachens den
Weg ins Stadtmuseum gefunden. Viele Quakenbrücker werden noch das Haus „Leder Möller“ an der Ecke Goldstraße/Pfaffenstraße kennen, das vor jetzt genau 30 Jahren abgebrochen wurde. Das um 1750 erbaute Fachwerkhaus trug bis 1905 die Nummer 146, da die Gebäude damals noch durchnummeriert waren. Wohnhaft war dort die Familie des Kaufmanns Wilhelm Vette. Der beim Hausbau eingefügte Inschriftbalken trägt die zum Teil unkorrekt im altdeutschen Stil geschriebenen Worte „Wilhelm Vette Seelig – Wer fleisig Ist In Seinen Stand – den Besegnet Gott Mit Milder Hand“. Auffallend ist, dass es sich hierbei um einen der wenigen mit dem Artländer Drachenornament verzierten Quakenbrücker Inschriftbalken handelt. Bei der Verschindelung des Giebels im 19. Jahrhundert wurde der Balken verdeckt, und so konnte ihn der Heimatforscher Louis Friedrich schon 1902 in seiner Liste der Hausinschriften nicht mehr aufführen und fand folglich auch nicht in der von Dr. Herbert Clauß verfassten Bestandsaufnahme „Hausinschriften des Kreises Bersenbrück“ von 1973 Aufnahme. Erst beim Abbruch des Hauses 1979 wurde er hinter der Verschindelung wiederentdeckt. Um 1930 hat dann der Wulftener Bildhauer Karl Allöder einen neuen Spruchbalken mit den nun korrekt geschriebenen Worten „Wer fleißig ist in seinem Stand, den segnet Gott mit milder Hand“ geschaffen, der damals seinen Platz über der Eingangstür des Möllerschen Hauses fand und heute ebenfalls im Stadtmuseum zu bewundern ist. |
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