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Aus der
Geschichte des
Stadtmuseums
Quakenbrück
| „Gut Ding will Weile haben“, hieß es in der
ersten Nachricht über ein Museum in Quakenbrück im „Artländer
Anzeiger“ vom 1.März.1902. Drei Wochen später war man schon recht
zuversichtlich: „Der Gedanke, in unserer Stadt eine Sammlung von Altertümern
zu veranstalten, ist der Verwirklichung ein Stück näher gerückt. Wie
wir zu unserer Freude berichten können, hat gestern das Bürgervorsteher-Kollegium
einstimmig beschlossen, den Magistrat zu ersuchen, ein Lokal im Rathause
zur Aufnahme von Altertümern herzugeben ...“
Dazu ist es jedoch nicht gekommen. Der Gedanke
„Museum“ wurde für Jahrzehnte ad acta gelegt, auch die Bemühungen
Anfang der 1960er Jahre führten zu keinem Resultat.
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Stadtmuseum Quakenbrück
Markt 7, 49610 Quakenbrück
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Erst 1977 nahm der Gedanke eines Museums für
Quakenbrück konkrete Formen an. Ein privater Mäzen stellte einige
Räume in der Gaststätte „Hubertusklause“ in der Großen Mühlenstraße
(Alenconer Straße) zur Verfügung. Diese wurde in „Heimatstube und
Stadtmuseum“ umbenannt. Da keine Sammlung vorhanden war, plante man zunächst,
Einzelausstellungen unter Beteiligung der Bevölkerung zu präsentieren,
um so nach und nach eine Grundausstattung für die Dauerausstellung zu
gewinnen.
Mit der Ausstellung „Quakenbrück künstlerisch
dargestellt“ begann die Museumsarbeit im Juni 1978. Die Bevölkerung und
auch die Presse spielten mit, und so platzte in wenigen Jahren die kleine
Räumlichkeit aus allen Nähten, denn der Bestand an Exponaten vermehrte
sich fast täglich. Zu den Ausstellungen ("Aus Urgroßmutters
Haushalt“, „Wie unsere Kinder früher spielten“) wurden nicht nur
Leihgaben, sondern auch Geschenke überreicht.
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Da die Sammlung von vornherein darauf ausgerichtet
war, die Bevölkerung mit einzubeziehen und da die Spendefreudigkeit nicht
abnahm, war eine Spezialisierung auf bestimmte Sammelgebiete nicht leicht.
Stadtgeschichte, Handel und Handwerk bildeten zunächst den Mittelpunkt,
dazu kam die Schul- und Kirchengeschichte. Lediglich die Landwirtschaft überließ
man den benachbarten Museen.
Der Förderverein konnte sein Ziel, ein eigenes Gebäude
für das Museum zu bekommen, im Jahre 1983 verwirklichen. Die Stadt
stellte zunächst einen Teil des Gebäudes Markt 7, ein großes, zweistöckiges
Fachwerkhaus, zur Verfügung. Zum zehnjährigen Bestehen im Jahre 1988
konnte das Dachgeschoß ausgebaut und dort die Handwerksabteilung
eingerichtet werden.
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