|
Bericht zur Eröffnung Weihnachtsmarkt 2010 Ostermarkt 2010 Sammlungen Ausgewählte Objekte Vergangene Ausstellungen
Kurt Dittmann
Generalversammlung
|
Das museale Quartett 4 Materialien - viele Anmutungen - zig Erlebnisse Stadtmuseum Quakenbrück Die abwechslungsreiche Sammlung des Stadtmuseums Quakenbrück wird dem Besucher in einem über 200 Jahre alten Fachwerkhaus am Markt 7 präsentiert. Den thematischen Schwerpunkt bilden die Gebiete Handel und Handwerk sowie die Geschichte der ehemals bedeutenden Burgmannsstadt, deren Erforschung und Dokumentation die besondere Aufgabe des Museums ist. So greift auch die neugestaltete, aktuelle Ausstellung unter dem Thema „Zinn" einen Aspekt der Stadtgeschichte auf. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert gehörte Quakenbrück zu den wichtigen Zentren der Zinnverarbeitung im westlichen Niedersachsen. In diesem Zeitraum können für die Stadt allein 35 tätige Zinngießer nachgewiesen werden. Der wohl bekannteste unter ihnen war Lubbert Diedrich Bahlmann. Seine Produkte wurden wegen ihrer hohen Qualität sogar an den Höfen des westfälischen Adels geschätzt, wie es eine Rechnung aus dem Jahre 1754 belegt. Den Höhepunkt der Sammlung bildet der „Quakenbrücker Krug". Dieser, in seiner Form einmalige und unverwechselbare Bierkrug, war der „Exportschlager" der damaligen Zeit. Seine Verbreitung reichte über die regionalen Grenzen hinaus.
Museum des Landkreises Osnabrück in Bersenbrück Das Museum des Landkreises Osnabrück befindet sich in Räumen des ehemaligen Zisterzienserklosters Bersenbrück. Das Kloster wurde 1231 durch Otto von Ravensberg gegründet und 1786 von Papst Pius VI. und Kaiser Joseph II. aufgehoben. Den Grundstein zu der hier gezeigten volkskundlichen Sammlung legte Landrat Prof. Dr. Rothert im Jahre 1911. Er trug während seiner 22 jährigen Amtszeit bäuerliches Kulturgut sowie kunstgeschichtlich bedeutende Exponate zusammen. Neben der regionalgeschichtlichen Sammlung widmet sich das Haus auch Künstlerinnen und Künstlern der Gegenwart. Einen besonderen Höhepunkt bildet die alljährlich stattfindende Ausstellungsreihe „Moderne Keramik". Über die Region hinaus entwickelte sich das Museum zu einem anerkannten Forum für zeitgenössische Keramik. In den letzten Jahren wurde im Museum eine umfangreiche Sammlung aufgebaut, die durch Neuerwerbungen ständig ergänzt wird. Ein Schwerpunkt dieser Sammlung ist heute Porzellan und Steinzeug der 50er Jahre. Die aktuelle Präsentation „Ton" gewährt dem Besucher einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten eines alten und zugleich modernen Werkstoffes. Das Spektrum der ausgewählten Objekte erstreckt sich dabei von der Ur- und Frühgeschichte bis hin zur Gegenwart.
Grönegau Museum Melle Die Sammlung des Grönegau-Museums befindet sich in mehreren historischen Fachwerkhäusern, die von ihrem ursprünglichen Standort nach Melle versetzt und originalgetreu wieder aufgebaut wurden. Den Schwerpunkt des Museums bilden Exponate der bäuerlichen Arbeits- und Wohnkultur. So lag es nahe, dass sich die Ausstellung im Grönegau-Museum mit dem Werkstoff „Holz" beschäftigt. Bereits das mächtige Gebälk des Ausstellungsraumes, einer restaurierten Fachwerkscheune, gibt Zeugnis von den beachtlichen Fähigkeiten des regionalen Holzhandwerks. Anhand einer Vielzahl von bäuerlichen Alltagsgeräten sowie Objekten aus dem handwerklichen Bereich wird dem Besucherein lebhafter Eindruck von der früheren Bedeutung des Werkstoffes vermittelt. Der bäuerliche Alltag in der vorindustriellen Zeit lässt sich ohne den Gebrauch von Holz nicht vorstellen. Fast jeder Lebensbereich der Landbevölkerung wurde von Gebrauchsgegenständen aus Holz geprägt. Die Fülle der hölzernen Möbel, Arbeits- und Gebrauchsgeräte zeigt, wie abhängig das dörfliche Leben von diesem Rohstoff war. Doch in Melle zählt nicht nur die Vergangenheit Dies beweisen die ausgestellten Objekte der Fachschule Holztechnik, die zukünftige Perspektiven aufzeigen und über den Rahmen eines traditionellen Heimatmuseums hinausweisen.
Museum Villa Stahmer Georgsmarienhütte Das Museum der Stadt Georgsmarienhütte befindet sich in dem ehemaligen Wohnhaus des Fabrikanten Robert Stahmer. Die prächtige Jugendstilvilla wurde im Jahre 1900 von den hannoverschen Architekten Stapelberg und Schermer erbaut Seit 1980 wird die Villa Stahmer als Museum genutzt. Da ein großer Teil der Innenausstattung erhalten werden konnte, gewährt das Haus dem Besucher einen Einblick in den Lebensstil einer aufstrebenden Unternehmerdynastie, die das gesellschaftliche Leben in Georgsmarienhütte maßgeblich mitgeprägt hat. Den besonderen Schwerpunkt des Museums bildet die Dokumentation der Geschichte des dort seit 1856 angesiedelten Hüttenwerkes. Im Zentrum stehen hier die Werkstoffe Eisen und Stahl. Gezeigt werden unter anderem Exponate aus der Werksgeschichte. Die Georgsmarienhütte besitzt nicht nur eine interessante Geschichte, sondern behauptet sich bis in die heutige Zeit hinein auch als erfolgreiches Industrieunternehmen. Davon zeugt die 1994 angelaufene Umstellung der Stahlproduktion auf ein hochmodernes Schmelzverfahren im Elektrolichtbogenofen. Der Einsatz dieser innovativen Technik ermöglicht nun die Stahlerzeugung durch einen umweltfreundlicheren Recyclingprozess: der einzig benötigte Rohstoff der Georgsmarienhütte besteht zu 100% aus Schrott. |
|