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Verein zur Förderung des Stadtmuseums der Burgmannstadt Quakenbrück e.V.

 

Rosestraße 27, 49610 Quakenbrück  im Dezember 2006

 

Liebe Mitglieder des Fördervereins, liebe Freunde des Stadtmuseums!

Das Jahr 2006 mit vielen Aktivitäten ist fast beendet, und deshalb möchten wir Sie über das, was gelaufen ist, informieren und auch einen Blick in die Zukunft der Museumsarbeit geben.

Auf großes Interesse ist unser neuer Bildband gestoßen, den wir zusammen mit der Stadt Quakenbrück herausgegeben haben und der sich als Weihnachtsgeschenk anbietet. Zum Weihnachtsfest erschienen zwei Weihnachtskarten mit örtlichen Motiven, als Postkarte und als Doppelkarte, ein Exemplar haben wir für Sie beigefügt.

Rückblick

Ein großes Echo fanden unsere Sonderausstellungen:

Die Ausstellung zur Schreibkultur wurde vor allem aus eigenen Beständen gestaltet, zusammen mit dem Industriemuseum Lohne. Zwei Künstler wurden vorgestellt: die große Rückschau zum 100. Geburtstag von Kurt Dittmann und die Artländer Künstlerin Beate Kliche.

Ein vielseitiges Vortragsprogramm beschäftigte sich unter anderem mit Wilhelm Busch, unseren Nachbarstädten, der Hansestadt Quakenbrück und der Geschichte des Kinos.

Die Museumsfahrt führte ins Emsland: zum Stadtmuseum Meppen und zum Schifffahrtsmuseum Haren.

Zwei große Büchermärkte halfen mit, die Kosten für Neuerwerbungen zu decken, dazu kam der Weihnachtsmarkt mit einer Rekordbesucherzahl.

Umfangreich war wieder die Zahl der Neuerwerbungen, die aus den Erlösen der Märkte und durch den Förderverein finanziert werden, so weit sie nicht aus Stiftungen der Bevölkerung kommen. Hier einige Beispiele:

Als Stiftungen kamen zwei Ölgemälde von Kurt Dittmann, historische Physikgeräte des Artland-Gymnasiums und das Harmonium des Borromäus-Krankenhauses sowie Schneider- und Schuhmachergeräte.

Gekauft wurden interessante Stücke für die Zinn-, Waagen-, Fliesen- und Grafiksammlungen.

Zu einem Museum gehört auch die Forschungsarbeit, dazu brauchen wir Archiv und Bücherei. Nachlässe von Akten kamen aus Firmen und Familien. Größere Zugänge hatte die Regionalbücherei, die etwa 7000 Bücher enthält. Immer umfangreicher wird die Fotosammlung. Sie konnte durch die Negativplatten des ehemaligen Kreisbildstellenleiters Fritz Frasch ergänzt werden.

 

Museumsarbeit

Die Museumsarbeit läuft vielfach hinter den Kulissen ab.

Archiv und Bücherei werden geordnet und können von allen Interessenten genutzt werden.

Das Magazin in der ehemaligen Zimmerei Möller wird ausgebaut und neu zusammengestellt.

Gruppen von Mitarbeitern beschäftigen sich mit Textilien, Porzellan, Spielzeug, Schreibmaschinen und Waagen.

Es läuft ein umfangreiches Inventarisierungsprogramm.

Die Zusammenarbeit mit anderen Museen funktioniert.

Wir haben mit drei Museen der Region eine Projektgruppe gebildet. Man weist auf die anderen Museen hin, jedes hat aber sein eigenes Sachgebiet, das von den anderen unterstützt wird: Quakenbrück – Zinn, Bersenbrück – Keramik, Georgsmarienhütte – Stahl und Melle - Holz.

Eine kleine Abteilung konnte in unserem Museum neu entstehen: Graveur Georg Meyer, der in Quakenbrück arbeitete, die Werkstatt-Teile wurden von seinem Enkel Winfried Meyer zur Verfügung gestellt.

 

Planungen

Die nächsten Ausstellungen sind anvisiert, so läuft ab März eine Fotoschau mit Bildern aus Quakenbrück früher und heute, jeweils vom gleichen Standpunkt aus. Dazu erscheint ein Buch mit dem Titel „Zeitsprünge – Quakenbrück“.

Eine weitere Ausstellung befasst sich mit dem Thema „Konservierung im Haushalt in früheren Zeiten“.

Weitere Vorträge sind geplant: Quakenbrücker in der Schlacht bei Waterloo von Günther Dunze sowie Quakenbrück früher und heute auf zwei Leinwänden.

Die Termine, auch für die Museumsfahrt 2007, werden rechtzeitig in der Presse bekannt gegeben.

Büchermärkte sind 2007 am Wochenende des Ladenhütermarktes im April sowie am Burgmannsfest im September. Dazu kommt der Weihnachtsmarkt am 2. Adventswochenende.

 

Zukunftsperspektiven

Mit zwei Problemen befassen sich die Museumsbetreiber: die Nachwuchs- und die Raumfrage.

Sowohl der Förderverein als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen dringend Nachwuchs. Deshalb geht die Bitte an alle, für uns zu werben und auf die interessante Arbeit hinzuweisen. Seit vielen Jahren werden Schulklassen geführt, und sie arbeiten auch im Museum. Neu waren  im letzten Jahr die Kinderaktivitäten, die gut angenommen wurden: Basteln und Malen im Museum. Sie finden im neuen Jahr ihre Fortsetzung, erstmalig am 14. Januar.

Ein großes Problem ist die schon oft angesprochene Enge im Museum. Es sind keine Flächen für Sonderausstellungen vorhanden, sie müssen mühevoll integriert werden. Auf Dauer hilft da nur eine Vergrößerung. Zur Zeit werden die Möglichkeiten getestet, und dann müssen Stifter gefunden werden. Wie und wer? Denken Sie mit!

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal allen danken, die durch ihre Mitgliedschaft, ihren Besuch und ihre Spenden das Museum in diesem Jahr unterstützt haben. Ein ganz besonderer Dank gilt den unermüdlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ausschließlich ehrenamtlich arbeiten.

Ihnen und Ihren Angehörigen gute Wünsche für die kommenden Festtage und das neue Jahr. Besuchen Sie uns: Do und Sa von 15-18 Uhr, So 10.30 – 17 Uhr.

Ihre

Karl-Heinz Stallkamp, Vorsitzender                    Heinrich Böning, Leiter des Museums

 

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