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Beate Kliche

„Neue Bilder aus dem Artland – Stadtbilder Quakenbrück“

Bekanntes verändern und ihm eine neue persönliche expressive Sichtweise geben, das ist das Anliegen der Artländer Kunstmalerin Beate Kliche, die mit der Ausstellung „Neue Bilder aus dem Artland – Stadtbilder Quakenbrück“ bereits zum fünften Mal im Quakenbrücker Stadtmuseum zu Gast ist. Neben Arbeiten in Öl auf Leinwand gibt es verschiedene Papierarbeiten aus den Jahren 2006 bis 2009 zu sehen, wobei die Künstlerin diesmal einen Schwerpunkt auf die Darstellung ungewöhnlicher Ansichten aus der Burgmannstadt setzt.

„So wie wir den Verfremdungseffekt von Bertolt Brecht aus der Literatur kennen, so wendet Beate Kliche diesen auf ihre Malerei an“, stellte Hubert Schwertmann stellvertretend für die Stadt Quakenbrück anlässlich der Vernissage heraus. Der Betrachter sei aufgefordert, die ihm vertraute Artländer Landschaft neu zu erfahren und zu empfinden. Beate Kliche gelinge es, das Besondere dieser Landschaft auf ihre Weise künstlerisch darzustellen, hob Museumsleiter Heinrich Böning hervor. Dies entspreche den Intentionen des Stadtmuseums, regelmäßig Kunst und Künstler unserer Region zu präsentieren. 

Auch die Kunsthistorikerin Anette Röhr würdigte die langjährige Zusammenarbeit zwischen Beate Kliche und dem Stadtmuseum, die durchaus nicht alltäglich und selbstverständlich sei, sondern außergewöhnlich und unterstützenswürdig. Die neue Ausstellung zeige annähernd 25 neue Arbeiten, wobei es diesmal nicht nur um weite Bildausschnitte und Motive gehe, sondern auch um die Darstellung einzelner privater Gärten oder einzelner Pflanzen im Detail. Damit habe sich Beate Kliche sozusagen an die Natur „herangezoomt“.

Die neuen Gartenbilder seien eine Weiterführung und Vertiefung ihres Landschaftsthemas. Allgemein ginge es ihr um eine dramatische Darstellung des Alltäglichen in der Artländer Landschaft und im Quakenbrücker Stadtbild. Durch ihren virtuosen Umgang mit der Farbe schaffe die Künstlerin dabei keine fotorealistische Abbildung des Gesehenen, sondern das Festhalten einer Stimmung sowie die Verdichtung einer Atmosphäre. Der Betrachter werde somit gezwungen, seine Umgebung mit den ihm bekannten Farben neu wahrzunehmen. Hinzu komme der bewegte Duktus und ihre impulsive Art zu malen, wodurch die Bilder ungemein lebendig und frisch wirkten.

Ähnlich einer Performance werde die bis zum 10. Januar zu sehende Ausstellung, sie ist der langjährigen Weggefährtin von Beate Kliche, Sabine Mommertz, gewidmet, nach und nach ergänzt und umgehängt, wobei vorzugsweise Quakenbrücker Städtebilder gezeigt würden. Ein mehrfacher Besuch in den frisch renovierten Räumen des Stadtmuseums lohne diesmal also ganz besonders.

 

Beate Kliche und Kunsthistorikerin Anette Röhr betrachten „Neue Bilder aus dem Artland – Stadtbilder Quakenbrück“, die bis zum 10. Januar im Quakenbrücker Stadtmuseum zu sehen sind.

 

Foto: Bockstiegel

 

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