|
Bericht zur Eröffnung Weihnachtsmarkt 2010 Ostermarkt 2010 Sammlungen Ausgewählte Objekte Vergangene Ausstellungen
Kurt Dittmann
Generalversammlung
|
Kunstmaler – Bildhauer – Geigenbauer
Werke eines Artländer Künstlers
Ein vielseitiger Künstler war der aus Wulften bei Badbergen stammende Artländer Kunstmaler, Bildhauer und Geigenbauer Karl Allöder (1898-1981), dem bis zum 9. April 2012 (Ostermontag) die neue Sonderausstellung des Quakenbrücker Stadtmuseums gewidmet ist. Zur Eröffnung am 13. November konnte das Museumsteam auch Allöders Tochter Christel Schwarte mit Ehemann Prof. Rudolf Schwarte begrüßen. Beide trugen maßgeblich zur Ausstellung bei und riefen in einem Vortrag Leben und Wirken des unvergessenen Künstlers in Erinnerung. Der
Künstler Karl Allöder ist vielen nicht mehr bekannt, obwohl er in Quakenbrück
und Umgebung zahlreiche Spuren hinterlassen hat. Nach umfangreicher Ausbildung
sowie einem Studium an der AK Kassel und der Kunstgewerbeschule in Hamburg und
anschließender Praxis an verschiedenen Orten kam er wieder zurück in seiner
Wulfter Heimat, wo er eine Künstlerwerkstatt betrieb. Sein hier entstandenes Œuvre
umfasst eine Vielzahl von Kunst- und Stilrichtungen, sowohl Skulpturen und
Reliefs, Gedenkplatten in Kriegergedächtnisstätten (z. B. im Quakenbrücker
Ehrenhain), das Denkmal der einstigen Handelslehranstalt (Adler), Gemälde,
Zeichnungen und Modelle von Bauwerken als auch Geigen und Celli. Er hat überhaupt
im gesamten Osnabrücker Land und darüber hinaus eine Fülle von künstlerischen
Spuren hinterlassen. Selbst im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg sind Werke
von ihm zu sehen. Nachdem
1974, also vor fast 40 Jahren, im Kreismuseum Bersenbrück die letzte große Allöder-Ausstellung
stattgefunden hat, bietet das Stadtmuseum dank zahlreicher Leihgaben nun
erstmals eine umfassende Werkschau, die die schöpferische Mannigfaltigkeit des
Künstlers dokumentiert. „Das bäuerliche Element seiner Herkunft und die
ungebrochene Verbindung mit der heimatlichen Natur bilden die unzerstörbaren Kräfte
seines Werkes“, so beschrieb einmal der Osnabrücker Schriftsteller Hanns Gerd
Rabe Wirken und Schaffen Karl Allöders. Ausstellung
vom 13. November 2011 bis 9. April 2012 Öffnungszeiten:
Donnerstags, Samstags 15 - 18 Uhr, Sonntags 10.30 – 17 Uhr
|
|