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Nach zwei erfolgreichen Durchgängen ist die dritte Runde der Museumsregistrierungen in Niedersachsen und Bremen abgeschlossen worden. In einer Feierstunde haben nun der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, und Thomas Mang, Präsident der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, auch das Quakenbrücker Stadtmuseum für seine qualitativ hochwertige Arbeit ausgezeichnet.

Ziel der Museumsregistrierung ist es, zu der Weiterentwicklung und Zukunftssicherung der Häuser beizutragen. Die teilnehmenden Museen werden durch Schulungen und von Experten begleitet, um ihre Stärken und Schwächen zu analysieren und Verbesserungen zu entwickeln. Drei Partner führen dabei diese Museumsregistrierung durch: das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e. V. sowie die Niedersächsische Sparkassenstiftung.

Nachdem sich die Museumsregistrierung als Erfolgsmodell erwiesen hatte, bewarb sich auch das ehrenamtlich geführte Quakenbrücker Stadtmuseum, nicht zuletzt um wichtige Erkenntnisse für seine künftige Arbeit zu gewinnen mit der Chance, seine konzeptionellen Grundlagen zu verbessern. Die Registrierung geht davon aus, dass Museen weitaus mehr sind als Ausstellungshäuser. Vielmehr betreuen sie Sammlungen und bewahren sie für die Nachwelt, sie forschen anhand ihrer Sammlungen und vermitteln diese einem breiten Publikum. Dazu bedarf es auch einer gut funktionierenden Organisation mit allen Facetten des Managements von Personal bis Finanzen sowie Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Zur Bewertung dieser Arbeitsfelder gibt es Standards, die vom Deutschen Museumsbund/ICOM Deutschland entwickelt wurden.

Insbesondere kleinen Museen hilft die Registrierung, sich zu professionalisieren. „In jedem Haus, das sich diesem Qualitätsmanagement aus Fortbildung, Selbst- und Fremdevaluation unterzogen hat, steigt die Qualität musealer Tätigkeit nachhaltig. Das ist ein Gewinn für unsere Museumslandschaft insgesamt und für jeden einzelnen Besucher“, betonte Minister Lutz Stratmann anlässlich der Feierstunde in Hannover. Weichen für die Zukunft zu stellen, das gilt auch für die weitere Arbeit des Quakenbrücker Stadtmuseums, das zunächst eine vorläufige Registrierung erfahren hat.

Der Museumsverband bescheinigte dem Museum die geforderten Standards in wesentlichen Bereichen, doch werde dringender Handlungsbedarf in einigen Punkten, darunter der Entwicklung einer Zukunftsperspektive, gesehen. Die vorläufige Registrierung gilt für drei Jahre bis 2012. Die Kommission setzt voraus, dass bis dahin die als problematisch erkannten Bereiche im Sinne der Standards eine positive Entwicklung genommen haben, denn das ist schließlich Voraussetzung für die endgültige Registrierung.

Museumsleiter Heinrich Böning, der technische Leiter Jürgen Wielage, Bürgermeister Wolfgang Becker und Stadtdirektor Reinhard Scholz zeigten sich erfreut über die vorläufige Registrierung, zumal das Quakenbrücker Stadtmuseum das zweite von den insgesamt 23 Museen im Landkreis Osnabrück ist, welches eine solche Auszeichnung erhalten hat. Eine volle Registrierung wurde bisher nur hauptamtlich geführten Museen zugedacht.

 

Große Freude herrschte bei der Auszeichnung des Quakenbrücker Stadtmuseums, die in Hannover stattfand und die Stadtdirektor Reinhard Scholz, Museumsleiter Heinrich Böning, Bürgermeister Wolfgang Becker und der technische Leiter Jürgen Wielage entgegen nahmen. Es gratulierte der Niedersächische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann (rechts im Bild).

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