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Stadtmuseum 

unter den "Top Five" im Osnabrücker Land

 

Ein Besuch im Stadtmuseum Quakenbrück ist immer eine lohnende Sache. Das stellte jüngst auch der Autor Henning Sietz bei den Recherchen zu seinem reich illustrierten Reisehandbuch „Osnabrück und das Osnabrücker Land“ fest, in dem er das Quakenbrücker Museum unter die „Top Five“ des Landkreises einstuft.

Ein „Museum zum Anfassen“, das ist das Stadtmuseum Quakenbrück. Hier ein Blick in die Schulstube während einer „Unterrichtsstunde“.

 

In seinem in der Edition Temmen erschienenen Reiseführer unternimmt Sietz zunächst einen kurzweiligen Rundgang durch die Burgmannstadt und kommt dann auf das Stadtmuseum zu sprechen, „das außergewöhnlich sehenswert ist. Der Besuch ist ohne Einschränkung zu empfehlen.“ Gleich neben Kalkriese, dem Bad Iburger Schloss, dem Tuchmachermuseum Bramsche und den Saurierfährten bei Barkhausen bezeichnet der Autor das Museum als „eine wahre Schatzkiste“. Neben der Zinnsammlung als besonderem Schwerpunkt, der Knopfschen Apotheke sowie der umfassenden holländischen Fliesensammlung gilt sein Augenmerk auch den handwerklichen Darstellungen, den Turmuhren und schließlich dem Einkehrhaus aus Badbergen als besonderen „Hinguckern“.

Von der Vielfalt des Stadtmuseums konnten sich zahlreiche Besucher aus der Region am Burgmannsfest-Wochenende überzeugen und gleichzeitig von der Tatsache, dass ohne Teamwork so etwas nicht möglich ist. „Pötte und Pannen - Küchengeräte aus vergangenen Tagen“, unter diesem Titel kann in den verschiedenen Räumen des Hauses zur Zeit eine Sonderausstellung historischer Gefäße aus drei Jahrhunderten bewundert werden.

Erstmals zu sehen ist außerdem eine repräsentative Auswahl von neu entdeckten Zeichnungen aus den 70 Skizzenbüchern der jugendlichen Quakenbrückerin Frieda Münnich (1872-1957), die sämtlich aus den 1880er Jahren stammen und dem Museum von der Familie Trepte überlassen wurden. Es ist zu vermuten, dass sie ihr zeichnerisches Talent von ihrem Großonkel geerbt hat, dem Kunstmaler Franz Münnich, der in der Kreuzstraße ansässig war, eine Zeichenschule betrieb und auch das erste Fotoatelier in Quakenbrück etablierte.

 

Obwohl die Zeichnungen zweifellos eine künstlerische Begabung offenbaren, hat Frieda Münnich sich später in dieser Richtung nicht weitergebildet. 1907 heiratete sie den Textilkaufmann Hermann Brodtmann und betreute über viele Jahrzehnte die Handarbeitsabteilung ihres an der Langen Straße gelegenen, aber schon lange nicht mehr bestehenden Geschäftes. Das Stadtmuseum ist geöffnet jeweils Donnerstags und Samstags von 15 bis 18 Uhr sowie Sonntags von 10.30 bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt zwei Euro, für Kinder ist die „Schatzkiste“ frei.

Fotos: Heiko Bockstiegel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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