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 „Ein Stadtbild wie gemalt – Quakenbrück künstlerisch dargestellt“,

 so lautet der Titel der neuen Kunstausstellung, die am kommenden Sonntag, 30. Januar, um 11.15 Uhr im Stadtmuseum eröffnet wird. Weit über 100 Objekte von lebenden und verstorbenen Künstlern, die in Verbindung zur Burgmannstadt standen, sind aus dem eigenen Fundus und als Leihgaben zusammen gekommen, und die Besucher erwartet ein höchst abwechslungsreicher und stimmungsvoller Rundgang. Eröffnet wird die Vernissage von Bürgermeister Wolfgang Becker.

Als das heutige Stadtmuseum im Jahre 1978, damals noch in der Alençoner Straße, eröffnet wurde, war „Quakenbrück künstlerisch dargestellt“ Thema der ersten Ausstellung. Nach über 30 Jahren sind unendlich viele Bilder hinzu gekommen und in dieser neuen Präsentation erstmals umfassend zu sehen. Ausgehend von der ältesten Darstellung Quakenbrücks aus dem 16. Jahrhundert, spannt sich der Bogen bis zur Gegenwart, wobei als besonderes Objekt die Darstellung der Hohen Pforte von Franz Hecker als Vorentwurf für das große Wandbild im Bersenbrücker Rathaussaal hervorsticht.

Alle Kunsttechniken von Öl, Aquarell und Kupferstich über Radierung bis zum Linolschnitt sind dabei vertreten und drücken sich in Darstellungen sowohl der Quakenbrücker Haupt- als auch Nebenstraßen aus. Dabei begegnet den Besuchern eine Fülle von Bildern, die bislang in keiner Ausstellung zu sehen waren. Zur Ausstellungseröffnung, bei der Thea Ortmann und Theresa Birmes für die musikalische Umrahmung sorgen werden, sind alle Interessierten eingeladen.

 Das beliebte Motiv der Hohen Pforte noch mit beiden Anbauten inspirierte auch die Quakenbrückerin Agnes Maschmeyer zu einem Ölbild, das ebenfalls in der neuen Kunstausstellung im Stadtmuseum zu sehen sein wird.

Foto: Bockstiegel

 

 

Mit seiner neu eröffneten Ausstellung „Ein Stadtbild wie gemalt – Quakenbrück künstlerisch dargestellt“ sorgte das Quakenbrücker Stadtmuseum bereits bei der Eröffnungsveranstaltung für ein volles Haus. Bis zum 26. Juni erwartet die Besucher auf drei Etagen eine facettenreiche Kunstschau mit fast 130 Bildern aus über 200 Jahren.

Augenzwinkernd und mit Blick auf das ehrenamtliche Engagement der Museumsmitarbeiter zitierte stellvertretender Bürgermeister Matthias Brüggemann Wilhelm Buschs Gedicht vom „Ehrenamt“, welches letztendlich doch eine undankbare Angelegenheit sei. „Bleiben Sie dem Museum trotzdem ehrenamtlich treu“, so seine Ermutigung.

Als vor 33 Jahren, im Eröffnungsjahr des Stadtmuseums, bei der ersten Ausstellung „Quakenbrück künstlerisch dargestellt“ fast ausschließlich Leihgaben der neuen Einrichtung „auf die Sprünge halfen“, habe sich dies mit der neuen Ausstellung „Ein Stadtbild wie gemalt“ umgekehrt, so Museumsleiter Heinrich Böning. So hätten viele Einheimische Bilder gestiftet oder als Leihgabe zur Verfügung gestellt und das Museumsteam sowohl im Kunsthandel, bei den Künstlern selbst sowie bei Auktionen Werke erworben. Weitere Leihgaben und Spenden seien jederzeit willkommen.

 

Bei der Planung der Ausstellung sei es nicht in erster Linie um den Kunstwert der Motive gegangen, da sowohl Professionelles als auch Werke von Laien gezeigt würden, sondern vor allem um die Darstellung des Quakenbrücker Stadtbildes. Ältestes Original sei sicherlich die um 1720 entstandene Ansicht der Burgmannstadt als Aquarell von Franz Münnich, während die jüngsten Darstellungen bis in die Gegenwart reichten. Dabei gebe es kaum eine künstlerische Technik, die nicht vertreten sei.

Bei den Motiven bildeten die Hohe Pforte und die Große Kirchstraße mit der St.-Sylvesterkirche zwei Schwerpunkte, die  Künstler immer wieder zu ganz individuellen Interpretationen inspiriert hätten. Namen wie Franz Hecker, Franz Josef Langer, Gerhard Sperling, Heinz Witte-Lenoir und Kurt Dittmann seien dabei zweifellos die bekanntesten. Als prominenteste Künstlerin bezeichnete der Museumsleiter die Schauspielerin Elke Sommer, die zum Stadtjubiläum 1985 ein großformatiges Stadtbild in Öl schuf. Wie vielfältig das Spektrum bei „Quakenbrück künstlerisch dargestellt“ ist, war bei einem Diavortrag festzustellen, der auch zahlreiche nicht mehr vorhandene Gebäude in Erinnerung rief.

Theresa Birmes und Thea Ortmann sorgten mit ihren Querflöten dafür, dass die Ausstellungseröffnung neben dem Augen- auch einen Ohrenschmaus bot.

 

Text und Foto: Heiko Bockstiegel

 

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