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Foto: Zu den Neuerwerbungen des Stadtmuseums zählt diese Barockskulptur des Heiligen Urban, die hier von Museumsleiter Heinrich Böning, Schriftführer Hans Triphaus und Museumsmitarbeiter Jürgen Wielage bestaunt wird.

Seit fast 30 Jahren sorgt der Förderverein des Quakenbrücker Stadtmuseums dafür, dass immer wieder interessante Neuerwerbungen, Ausstellungen, Aktivitäten und Perspektiven verwirklicht werden können. Vorsitzender Karl-Heinz Stallkamp und Museumsleiter Heinrich Böning ließen in der Generalversammlung des Fördervereins jedoch nicht außer acht, dass sowohl im Museum selbst als auch in der Regionalbücherei extremer Raummangel herrsche.

Der Sammelschwerpunkt Zinn konnte, so der Museumsleiter, durch verschiedene interessante Objekte, besonders von den hiesigen Zinngießern Bahlmann und Hölscher, ergänzt werden. Für die kirchliche Abteilung wurde die Barockskulptur des Heiligen Urban angeschafft, außerdem kamen die Restaurierung des Altares des früheren Borromäus-Hospitals und des Schildes der Badberger Bismarckklause zum Abschluss. Erst vor wenigen Tagen ist im Museumsflur der historische Inschriftbalken der Familie Vette aus der Goldstraße mit dem Artländer Drachenmotiv installiert worden.

Zahlreich waren auch die Stiftungen für das Stadtmuseum. Trotz Raummangels verwirklicht werden konnten drei Sonderausstellungen. Bedauerlich sei allerdings die mangelnde Resonanz der einheimischen Bevölkerung zur derzeitigen Ausstellung „Zur Geschichte des Sports in Quakenbrück und im Artland“. Es gab zudem eigene Aktivitäten wie Bücher-, Weihnachts- und Ostermarkt sowie Sonderführungen und Angebote für Kinder.

Eine „großartige Ordnung“ herrsche inzwischen in den Museums-Magazinen, in denen eine umfassende Inventarisierung der Objekte laufe. Ergänzt und dokumentiert wurden zudem die Sammlungen zu den Bereichen Textil, Kinderspiel und Porzellan. Die Regionalbücherei konnte auf etwa 8.000 Bücher erweitert werden und sei inzwischen die nach Osnabrück größte des Landkreises. Mit Hilfe der Stadt würden demnächst verschiedene Räume restauriert, wusste Museumsmitarbeiter Jürgen Wielage zu berichten. Auf die Bedeutung, welche die Stadt dem Museum beimesse, verwies Schatzmeister Frank Wuller, wobei er unterstrich, dass diese wertvolle kulturelle Einrichtung auch künftig erhalten bleiben solle.

Auch neue Ausstellungen sind in Sicht; so die vom Bädermuseum Bad Salzuflen inszenierte Schau „Die Reise ins Bad“, „Neue Artlandbilder“ von Beate Kliche, „Geliebter Schüler“ aus dem Nachlass von Kurt Dittmann und „Wie es vor 50 Jahren bei uns aussah“.

Die Jahresfahrt des Fördervereins führt am 13. Juni zum Bergwerksmuseum Ibbenbüren und zum neuen Kunsthaus im alten Kloster Gravenhorst in Hörstel. Anmeldungen hierzu werden im Museum entgegengenommen.

 Foto: Heiko Bockstiegel

 

 

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