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Über ein ereignisreiches Jahr zog der Förderverein des Stadtmuseums in seiner Generalversammlung Bilanz. Eingeleitet wurde die Veranstaltung mit einer Stippvisite, bei der Heinrich Böning  anhand von vielen Dias zu einer „Kunstreise durch den Raum Weser-Ems“ mit Abstechern zu Kirchen, Schlössern und idyllischen Orten im Emsland, in Ostfriesland, im Ammerland und in der Stadt Oldenburg einlud.

Das Stadtmuseum hat in den vergangenen Monaten durch die Gewinnung dreier neuer Ausstellungsräume im ersten Stockwerk an Attraktivität hinzu gewonnen. Mit großer Unterstützung seitens der Stadt, mit der eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bestehe, des Fördervereins und der technischen Mitarbeiter des Museums konnte diese schwierige Integration erreicht werden, so Museumsleiter Heinrich Böning. Neben einem Archivraum und einem Raum für Sonderausstellungen ist hier die Dauerausstellung zu Leben und Wirken des Quakenbrücker Kunstmalers Kurt Dittmann eingerichtet.

Erweitert werden konnte auch die Zinnsammlung, die inzwischen zu den größten ihrer Art im nordwestdeutschen Raum zähle. Mit Hilfe der StadtStiftung und aus Privatnachlässen ist zudem die Sammlung mit Werken von Kurt Dittmann gewachsen. Auch die Inventarisierung der Bestände sei dank der kontinuierlichen ehrenamtlichen Arbeit ein großes Stück vorangekommen. Auf dem Weg zur endgültigen Museumsregistrierung hätten die Mitarbeiter damit einen entscheidenden Schritt zur Qualifizierung der Museen in Niedersachsen getan. Unter Raumnot leide indessen die Regionalbücherei mit angeschlossenem Archiv.

Neben zahlreichen Aktivitäten wie Oster-, Bücher- und Weihnachtsmarkt und Vorträgen erfolgten mehrere Veröffentlichungen. So fließe der Erlös aus dem Verkauf der neuen Publikation über die Geschichte der Großen Mühlenstraße ausschließlich dem Museum zu. Am 30. Mai wird die neue Ausstellung „Jung und frisch am Nierentisch – Quakenbrück in den 1950er Jahren“ eröffnet, und am 19. Juni geht es zur inzwischen ausgebuchten Museumsfahrt nach Worpswede. Mehr als bedauert wurde allerdings die Tatsache, dass kaum Schulklassen im Rahmen ihres Unterrichtes das Museum und seine Ausstellungen zu Besuchen nutzten.

Das vorbildliche ehrenamtliche Engagement der Museumsmitarbeiter hob die stellvertretende Bürgermeisterin Petra Fischer heraus. „Wir wissen, was wir an Ihnen allen haben“, betonte sie. Neu in den Vorstand des Fördervereins gewählt wurden Stefan Fröhlich als Schatzmeister und Manfred Kestel als Beauftragter für Museumsfahrten. Der bisherige Schatzmeister Frank Wuller erhielt das Vertrauen als Beisitzer, während Dina Tegtmeyer und Doris Kestel neue Kassenprüferinnen sind.

Heiko Bockstiegel

 

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