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Zu seinem 30-jährigen Geburtstag eröffnete das Stadtmuseum eine Sonderausstellung über die Hohe Pforte als Wahrzeichen der Stadt Quakenbrück.

Bei der Vernissage erläuterte eine Ton-Dia-Schau die bewegte Historie der Quakenbrücker Stadttore, die heute außer der Hohen Pforte alle aus dem Stadtbild verschwunden sind.

 „Die Hohe Pforte wurde von 30 verschiedenen Künstlern in 150 Jahren dargestellt“, verwies Museumsleiter Heinrich Böning unter anderem auf ein Ölgemälde von W.A.C. Christensen aus dem Jahre 1914, das von Beate Kliche kürzlich restauriert wurde. Auch Franz Hecker hatte einst die Hohe Pforte auf die Leinwand gebannt und der Heimatschriftsteller Werner Dobelmann widmete ihr ein Gedicht. Auch Malermeister Bentlage verewigte die Hohe Pforte 1952 in seinem Meisterstück. Eine Ton-Dia-Schau von Heiko Bockstiegel verdeutlichte, dass die Hohe Pforte im Laufe der Geschichte sowohl als Verteidigungserker als auch als Gefängnis für „zänkische Weiber“ gedient hat. Zeitweise ist die Hohe Pforte sogar als Verkehrshindernis betrachtet worden und sollte an Meistbietende verkauft werden, verkündeten Bockstiegels Analysen. Die Stadtbefestigung ist zur Bauzeit der Hohen Pforte im 15. Jahrhundert sehr einfach gewesen, da sie nur aus Wall, Palisadenzäunen und Wassergräben bestanden hat. Aus diesem Grund habe sie keinem ernsthaften militärischen Angriff Widerstand leisten können, bemerkte Heimatforscher Hermann Rothert. Den Bürgern, die in der Nähe der Befestigung ihre Häuser und Grundstücke gehabt haben, sind Dienste wie Palisadensetzen und Wachen auferlegt worden. Für das Schließen der Pforte hat der Rat Pförtner bestellt, die sich ihr Häuschen neben dem Torturm setzen durften. Die wie auch die übrigen Stadttore auf Holzpfählen fundierte Hohe Pforte besteht aus vier Stockwerken, die aus Bruchsteinen errichtet worden sind. Die ursprünglich romanischen Korbbögen ersetzte man Mitte des 19. Jahrhunderts durch gotische Spitzbögen (wie heute). Die Seitenwände der Durchfahrt haben eine Mauerstärke von 1,40 Meter. Eine umfassende Sanierung des Gebäudes erfolgte im Jahre 1999. Zur Hohen Pforte präsentiert das Stadtmuseum über 300 Exponate, die noch bis zum 31. August zu sehen sind. Die Öffnungszeiten sind Do./Sa. von 15 bis 18 Uhr und So von 10,30 bis 17 Uhr.

   

Die Hohe Pforte gibt es im Stadtmuseum frisch aus dem Druck der historischen Tigeldruckpresse.

Foto: A. Lüders

 

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