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Heimatstube in der Hubertusklause

Schließlich stellte ein Quakenbrücker, der gerade die Altstadt-Gaststätte "Hubertusklause" übernommen hatte, Räumlichkeiten für eine eventuelle Museumsgründung in den Obergeschossen zur Verfügung. Ein Ausschuss Museum griff diese Idee auf und besichtigte  das Museum Varel, das ebenfalls in Verbindung mit einer Gaststätte betrieben wurde.

Eine Grundausstattung "Stadtgeschichte" und "Städtisches Handwerk" wurden in bescheidenem Rahmen installiert mit Unterstützung der Stadt (vgl. Trägerschaft). In der Lokalzeitung "Bersenbrücker Kreisblatt" erschien ein Interview mit dem Museumsbeauftragten Heinrich Böning, der heute noch Leiter des Stadtmuseums ist.  

Mit der Ausstellung "Quakenbrück – künstlerisch gesehen" wurde das Museum 1978 eröffnet. Strategie in den ersten Jahren war es, die Bevölkerung an den Ausstellungen zu beteiligen mit der Bitte,  Leihgaben für das jeweilige spezielle stadtgeschichtliche Thema zur Verfügung zu stellen. Viele der geliehenen Objekte konnten nach Beendigung der Ausstellungen in den festen Bestand des Museums übernommen werden. Die Themen der  Ausstellungen entwickelten sich aus dem Sammlungskonzept, das mehrfach überarbeitet und ergänzt wurde, sich aber in seinen Grundzügen bis heute erhalten hat.

 

Stadtmuseum Markt 7  

Schon nach wenigen Jahren war die Raumkapazität in der Hubertusklause völlig überlastet, und der Ausschuss Museum sah sich nach neuen Räumlichkeiten um. Angepeilt war schon nach kurzer Zeit das Fachwerkgebäude Markt 7, ein historischer Bau aus der Zeit des Klassizismus um 1780, teilweise bewohnt, teilweise für städtische Zwecke genutzt, es befindet sich seit 1924 im Besitz der Stadt. Nach einjähriger Vorarbeit konnte das Museum, zunächst nur im Erdgeschoss, am 11.6. 1983 eröffnet werden. 1988 folgte der Ausbau des Dachgeschosses mit der Einrichtung von Handwerkerstuben und des "Einkehrhauses".  

Bereits 1980 war ein Förderverein gegründet worden, der die finanzielle Unterstützung bei Ankäufen und das Veranstaltungsprogramm des Museums übernahm und bis heute mit etwa 250 Mitgliedern die Museumsarbeit wesentlich unterstützt.

 

Weitere Räumlichkeiten

Räumlichkeiten für Depots waren Hauptanliegen der Museumsmitarbeiter, deren Kreis sich im Laufe der Jahre von 10 auf 40 erhöht hat. Kellerräume der Grundschule am Langen Esch, ehemalige Stallungen des Hauses Vehr und schließlich die ehemalige Zimmerei Möller an der Wilhelmstraße, inzwischen mit Stahlregalen ausgestattet, nimmt die nicht ausgestellten größeren Exponate auf. Seit 2008 gibt es in unmittelbarer Nähe zum Museum ein weiteres Magazin im Dachgeschoss des Ärztehauses am Neuen Markt, das mit alten Regalen aus der städtischen Bücherei ausgestattet werden konnte.  

Schließlich wurde von Anfang an Wert auf eine brauchbare Sammlung von Fachliteratur gelegt. Es entstanden zwei Büchereien: die Fachbibliothek (etwa 2000 Bände) zu den Ausstellungsabteilungen und die Regionalbücherei. Da die nächste umfangreiche Regionalbücherei im Staatsarchiv Osnabrück von hier aus nur schwer zu erreichen ist, allein verkehrstechnisch (50 km), ist zusammen mit dem Museum eine solche entwickelt worden, die inzwischen 8000 Bände umfasst. (Siehe Anhang). Sie ist im Obergeschoss der Kreissparkasse in Nachbarschaft mit dem Museumsarchiv an der dem Museum gegenüberliegenden Seite des Marktplatzes untergebracht.

Pläne

Die Räumlichkeiten des Museums sind inzwischen mehr als gefüllt. Die weitere Räumung einer Wohnung, die noch im Museumsgebäude untergebracht ist, ist durch die Stadt in Aussicht gestellt worden.

Für die Regionalbücherei können weitere Räumlichkeiten in der Kreissparkasse angemietet werden, allerdings sind hier die Finanzierungsmöglichkeiten noch nicht gegeben

Fotos: Heiko Bockstiegel

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