Donnerstag, 21. Februar 2019, 19.30 Uhr Franziskushaus

Vortrag Dr. Annrose Niem Platons "Gesetze"

 

Kein Zweifel, die „Gesetze“ des griechischen Philosophen Platon (427-347 v. Chr.) sind nicht nur dessen spätester und umfangreichster Dialog, sondern bis heute eine interpretatorische Herausforderung. Am Donnerstag, 21. Februar, um 19.30 Uhr im Franziskushaus wird sich die Quakenbrücker Altphilologin Dr. Annrose Niem erneut dem klassischen Altertum widmen. Zu diesem Vortragsabend des Fördervereins Stadtmuseum sind alle Mitglieder und Interessierten bei freiem Eintritt eingeladen.

 

Worum geht es? Drei alte Männer, ein Kreter, ein Spartaner und ein Athener, begeben sich auf die Wanderung von der kretischen Stadt Knossos zur Zeusgrotte, in welcher der Sage nach der höchste griechische Gott geboren worden ist. Der Athener schlägt vor, sich auf diesem langen Weg über Staatsverfassungen und Gesetze zu unterhalten. Da der Kreter gerade von der Stadt Knossos den Auftrag erhalten hat, Gesetze für eine neu zu gründende Kolonie vorzuschlagen, nehmen sich die drei Männer vor, eine neue Verfassung dafür zu entwerfen.

 

Während des Gesprächs stellt sich heraus, dass der Athener unbedingt an dem Grundsatz festhalten will, dass niemand absichtlich Unrecht begehe. Dabei wird man an Platons frühestes Werk, die „Verteidigungsrede des Sokrates“ erinnert. Sokrates war ja wegen Religionsfrevels (Asebie) zum Tode verurteilt worden. Nach seiner Verurteilung fragt er die Richter, ob sie glaubten, er habe sein „Vergehen“ absichtlich begangen. Für diesen Fall müssten sie ihn allerdings belehren, und nicht bestrafen. Leider habe er nun keine Zeit mehr, ihnen zu erklären, dass niemand absichtlich Unrecht begehe. Das unternimmt nun Platon in seinen „Gesetzen“, indem er klarstellt, was seiner Ansicht nach Religionsfrevel (Asebie) ist. Danach hätten die Richter, die Sokrates damals verurteilt hatten, selbst den Tod verdient.

Die Zuhörer dürfen also gespannt sein auf den Vortrag von Dr. Annrose Niem.


Sonntag, 7. April 2019

10 bis 18 Uhr, Eintritt frei

 

Farbenfroh und frühlingsfrisch präsentiert sich zur Gartenschau „Quakenbrück natürlich“ am Sonntag, 7. April, in der Zeit von 10 bis 18 Uhr auch der „Frühlingsmarkt“ im Stadtmuseum. Österlich-kunsthandwerkliche Stände mit Textilien, Marmeladen und Likören, Modeschmuck, Leinen-Tischdecken, Deko-Artikeln aus Holz, Glas, Papier und Draht und vielem mehr, passend zum Frühling, sind dabei zu entdecken.  

 

Es kann also gemütlich flaniert und geschaut werden. Ein weiterer lohnender Anziehungspunkt dürfte wieder die gemütliche Kaffeestube im großen stadtgeschichtlichen Raum sein. Der Eintritt zum „Frühlingsmarkt“ ist frei.

 

 


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